Jugendschutzorganisationen

Seit 2003 regeln - aufeinander abgestimmt - das Jugendschutzgesetz (JSchG) den Jugendschutz in den "Trägermedien" (Film, Video, CD-Rom, DVD ) und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) den Jugendschutz in den "Onlinemedien" (Fernsehen und Internet). Den Einrichtungen der "Freiwilligen Selbstkontrolle" wird seitdem ein gesetzlich festgeschriebener Entscheidungsrahmen zugebilligt. Als Aufsichtsgremium für diese Einrichtungen wurde die von den Ländern beauftragte Kommission für Jugendmedienschutz der Landesmedienanstalten (KJM) installiert.
Gut verständliche Erläuterungen der komplexen Strukturen und Zusammenhänge sind in dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) herausgegebenen Onlineangebot "Jugendschutz in Stichworten" http://www.forum-jugendschutz.de/stichworte/ zu finden.

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM)

"Aufgaben der BPjM sind die Indizierung jugendgefährdender Medien auf Antrag oder Anregung ("gesetzlicher Jugendmedienschutz") sowie die Förderung wertorientierter Medienerziehung und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Belange des Jugendmedienschutzes ("Jugendmedienschutz: Medienerziehung")." Von ihr in die "Liste jugendgefährdender Schriften" aufgenommene Medien dürfen Kindern oder Jugendlichen nicht angeboten, überlassen oder zugänglich gemacht werden.
Die Site informiert über die Aktivitäten der BPJS in beiden Arbeitsfeldern und bringt Auszüge gesetzlicher Bestimmungen.

Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien
Rochusstraße 10
53123 Bonn

0228 96 21 03-0
e-mail
Website

Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)

Die KJM nimmt gemäß dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) die Aufsicht über "privaten" Rundfunk (Radio und Fernsehen) und über Telemedien (Internet) wahr.
Die Site informiert über Aufgaben, Struktur und Prüfverfahren der KJM und dokumentiert relevante Gesetzestexte, ein Glossar und die "Netz-Regeln: 10 Vorschläge für die Beachtung des Jugendschutzes im Internet".

KJM-Geschäftsstelle
Steigerstraße 10
99096 Erfurt
03 61 5 50 69 - 0
e-mail
Website

jugendschutz.net

Diese Einrichtung der Länder beobachtet jugendschutzrelevante Inhalte im Internet und nimmt entsprechende Beschwerden an. Sie ist organisatorisch an die KJM angebunden.
Die Site informiert über Ziele, Arbeitsweisen und Aufgaben, über straf- und jugendschutzrechtliche Verbote und Auflagen und stellt einige medienpädagogische Handreichungen für Eltern und Pädagogen zum Download bereit.

jugendschutz.net
Wallstraße 11
55122 Mainz

06131 32 85-20
e-mail
Website

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft GmbH (FSK)

Die FSK ist eine Tochtergesellschaft der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. - SPIO.
Sie führt im Wege der Selbstverwaltung freiwillige Altersfreigabeprüfungen durch für Filme, Videokassetten und andere Bildträger mit filmischen Sequenzen (CD-I, VCD, CD-Rom, DVD), die in der Bundesrepublik Deutschland für die öffentliche Vorführung bzw. die öffentliche Zugänglichmachung vorgesehen sind. Nicht von der FSK gekennzeichnete Trägermedien dürfen nur Erwachsenen zugänglich gemacht werden.

Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK)
Kreuzberger Ring 56,
65205 Wiesbaden

0611-778910
e-mail
Website

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF e.V.)

Die FSF ist eine Selbstkontrolleinrichtung der privaten Fernsehanbieter Deutschlands. Im Bereich der Programmprüfung begutachtet die FSF Fernsehprogramme vor ihrer Ausstrahlung und legt mögliche Sendezeiten fest. Sie veranstaltet Fachtagungen und führt medienpädagogische Projekte durch, erstellt Informationsmaterialien und Publikationen. Sie ist Herausgeberin der Fachzeitschrift "tv diskurs - Verantwortung in audiovisuellen Medien", die über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Jugendmedienschutzes, der Medienforschung und der Medienpädagogik informiert. Über die "Literaturdatenbank" können zahlreiche Artikel der Zeitschrift recherchiert und als PDF-Datei heruntergeladen werden. Die FSK vergibt zusammen mit GMK und DKHW den "medius", einen Preis für wissenschaftliche und praxisorientierte Abschlussarbeiten, die sich mit innovativen Aspekten der Medien, der Pädagogik oder des Jugendmedienschutzes auseinandersetzen.
Die Website informiert über diese Aktivitäten.

Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V.
Hallesches Ufer 74-76
10963 Berlin

030 23 08 36 0
e-mail
Website

Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)

Ziel der Freiwilligen FSM ist es, den Jugendschutz in Online-Diensten ihrer Mitglieder zu gewährleisten und insbesondere die Angebote von strafrechtlich verbotenen Inhalten freizuhalten. Hierfür existiert ein verpflichtender Verhaltenskodex.
"Die Selbstkontrollorganisation bietet jedermann die Möglichkeit, sich im Bereich des Jugendmedienschutzes über strafbare oder jugendgefährdende Inhalte im Netz zu beschweren oder Fragen zum Thema Jugendschutz im Internet zu stellen."
Die Site informiert über die Aktivitäten der FSM und dokumentiert ihren Verhaltenskodex und relevante Gesetzestexte und Urteile. Der Verhalteskodex enthält auch einen Abschnitt über "Förderung von Medienkompetenz".

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)
Geschäftsstelle
Spreeufer 5
10178 Berlin

030 240484-30
e-mail
Website

Selbstkontrolle Suchmaschinen

Die bekanntesten deutschen Suchmaschinenanbieter haben unter dem Dach der FSM die "Selbstkontrolle Suchmaschinen" gegründet und sich zu folgenden Maßnahmen verpflichtet:
"- Aufklärung und Information über die Funktionsweise der Suchmaschinen
- Transparente Gestaltung der Suchergebnisse (u.a. Kennzeichnung von Werbung)
- Einsatz technischer Vorrichtungen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor jugendgefährdenden Inhalten
- Grundsatz der Datensparsamkeit mit Nutzerdaten
- Verbesserung des Jugendmedienschutzes (insbesondere Schutz vor jugendgefährdenden Inhalten)
- Nicht-Anzeige von Internetadressen, die auf dem Index jugendgefährdender Medien der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPJM) stehen"

e-mail
Website

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)

Träger der USK ist die Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH. Laut Impressum ist die USK "keine eigenständige Gesellschaft sondern nur eine besondere Bezeichnung für den Prüfbetrieb, der von der Freiwillige Selbstkontrolle Unterhaltungssoftware GmbH getragen wird." Sie stellt die Infrastruktur für das Alterskennzeichnungsverfahren für Computer- und Videospiele zur Verfügung. Die Website informiert über ihre Arbeit, dokumentiert Prüfgrundsätze, relevante Gesetzestexte und aktuelle Informationen.

Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
Marchlewskistraße 27
10243 Berlin

2936 3829 0
e-mail
Website

Deutscher Werberat

Der vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V. http://www.zaw.eu/ eingesetzte Werberat soll Missstände in der Wirtschaftswerbung feststellen und beseitigen und nimmt hierzu auch Beschwerden an. Er hat hierzu Arbeitsgrundsätze und Verfahrensregeln entwickelt, die auf der Website dokumentiert sind.

Deutscher Werberat
Am Weidendamm 1A,
10117 Berlin

e-mail
Website

Deutscher Presserat

Die "Freiwillige Selbstkontrolle gedruckter Medien" befasst sich mit Beschwerden über redaktionelle Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften. "Weitere Aufgaben des Presserats sind:
- Missstände im Pressewesen festzustellen und auf deren Beseitigung hinzuwirken
- Entwicklungen entgegenzutreten, die die freie Information und Meinungsbildung des Bürgers gefährden könnten
- für den unbehinderten Zugang zu Nachrichtenquellen einzutreten
- Empfehlungen und Richtlinien für die publizistische Arbeit herauszugeben."
Die Website informiert über die Arbeit des Werberates, die Zusammensetzung seiner Gremien, sowie den Pressekodex, der auch herunter geladen werden kann.

Deutscher Presserat
Gerhard-von-Are-Str. 8
53111 Bonn

0228 - 985 72 - 0
e-mail
Website

Deutscher Rat für Public Relations

"Der DRPR ist ein Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der in Deutschland tätigen PR-Fachleute."
Er befasst sich mit Beschwerden und spricht ggf. "öffentliche Rügen und Mahnungen aus, erlässt Verhaltensrichtlinien und nimmt zu kommunikativen Fehlentwicklungen in der Öffentlichkeit Stellung." Seinen Urteilen liegen PR- Moralkodizes und Verhaltensrichtlinien zugrunde, die auf der Website dokumentiert werden.

Deutscher Rat für Public Relations
c/o Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V.
Unter den Eichen 128
12203 Berlin

030 804 097 33
e-mail
Website

Erstellt von Günter Thiele; aktualisiert am 14.10.2008