Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg), JIM - Studie 2007 - Jugend, Information, (Multi-)Media

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hrsg), JIM - Studie 2007 - Jugend, Information, (Multi-)Media, Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland, Stuttgart 2007

Themenschwerpunkte der JIM-Studien sind:
Freizeitaktivitäten
Themeninteressen und Informationsquellen
Mediennutzung
TV-Präferenzen
Medienbesitz
Computer- und Internetnutzung
Einstellungen/Images zu Computer und Internet
Computer und Schule
Medienfunktionen
Handy und SMS
Medienbindung

Mit der JIM-Studie 2007 legt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (mpfs) nun bereits zum zehnten Mal in Folge aktuelle und repräsentative Daten zum Medienumgang 12- bis 19-jähriger Jugendlicher in Deutschland vor.

Die Grundgesamtheit der JIM-Studie 2007 umfasst - wie in den Vorgängerstudien - die gut sieben Millionen Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Telefon- Haushalten der Bundesrepublik Deutschland. Aus dieser Grundgesamtheit wurde eine repräsentative Stichprobe von 1.204 Jugendlichen in der Zeit vom 5. Juni bis 4. Juli 2007 telefonisch befragt.

Die Ergebnisse zeigen erneut, welch hohe Bedeutung Medien im Alltag von Jugendlichen haben und dass die Medienwelt von Jugendlichen sich deutlich von der der Erwachsenen aber auch der jüngerer Kinder unterscheidet.

Einige Beispiele aus der Studie: Mehr als zwei Drittel der Jugendlichen haben inzwischen einen eigenen PC oder ein Laptop, 45 Prozent können vom eigenen Zimmer aus online gehen. 83 Prozent gehen mehrmals pro Woche oder täglich ins Netz.

Ein Viertel der jugendlichen Internetnutzer beteiligt sich aktiv am Web 2.0 und produziert mindestens mehrmals pro Woche eigene Inhalte, sei es durch das Einstellen von Bildern, Videos, Musikdateien oder das Verfassen von Blogs oder Newsgroupbeiträgen.

Als Lieblingsseiten im Internet werden neben den Portalen der Provider bzw. Suchmaschinen von den Jugendlichen vor allem Angebote aus dem Bereich Web 2.0 genannt, die von den usern selbst kreierte Inhalte präsentieren.

In den letzten Jahren haben sich die Instant Messenger als die bedeutendste Form der Online-Kommunikation etabliert. Zwei Drittel der Jugendlichen nutzen diesen Dienst regelmäßig. Als weitere jugendaffine Kommunikationsform ist das Chatten nach wie vor von großer Relevanz.

Problematisch erscheinen manche Einstellungen, die Jugendliche zum Internet haben. So stimmen z.B. bei den 12- bis 13-Jährigen 40 Prozent voll und ganz/weitgehend der Behauptung zu, dass die Inhalte im Internet geprüft werden und selbst bei den 18- bis 19-Jährigen beträgt dieser Anteil noch immer 15 Prozent. Der Wert für die gesamte Gruppe liegt bei 26Prozent. Dabei glauben 35 Prozent der Hauptschüler und 30 Prozent der Realschüler an die Richtigkeit der Internet-Inhalte, bei den Gymnasiasten sind es 20 Prozent.

Hier zeigt sich erneut, dass die Förderung der Medienkompetenz auch für Jugendliche, die im Medienzeitalter aufgewachsen sind, notwendig ist.

Der vollständige Text der Studie steht unter www.mpfs.de zum Download als pdf-file bereit. Die Studie kann dort auch als Print-Version bestellt werden